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GEMA ist auch zuständig für Volksmusik mit unbekannten Urheber.
Auf einer kleinen Veranstaltung in Bayern hat eine Kapelle “uralte überlieferte Volksmusikstücke” gespielt, dessen Urheber unbekannt ist. Hierfür soll der Veranstalter knapp 200€ Gebühren bezahlen obwohl er nur 300€ an Eintrittsgeldern angenommen hat.
Zitat GEMA:
Vielleicht gibt es hier einen der allerwenigsten Fälle wo es vielleicht schief gegangen ist [...]
[...]Das wird natürlich in einem Massenverfahren erledigt[...]
Stimmt, wegen 200€ muss man ja auch nicht so genau kontrollieren… Lieber ganz im Sinne der GEMAVermutung erst einmal abkassieren.
Nun protestieren auch die Volksmusiker auf ihre eigene Art und Weise und komponieren ihre Lieder selber:
Was verdient ein Künstler an seiner CD?
Update: Diese Rechnung stellt einen “Worst Case” dar, und nicht den durchschnittlichen Verdienst! Mehr dazu: http://www.datenreset.de/?p=956.
Wie man mit freier Musik Geld verdienen kann habe ich ja schon gebloggt:
Als Künstler Geld verdienen mit freier/verschenkter Musik
Wie sieht es nun aber mit der anderen Seite aus, was verdient ein Künstler an seiner Musik wenn er sie kommerziell über ein Label produzieren und vertreiben lässt?
diese Frage möchte ich im folgenden möglichst kurz und prägnant beantworten.
1. Wozu ein Label?
Hans-Joachim Otto: Kulturflatrate = Sozialismus im Internet
Der Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien des Bundestages ist der Meinung das Die Stärkung des Individuellen Urheberrechts sowie die Reform Der Medien und Kommunikationspolitik Deutschland wettbewerbsfähig machen, und zur publizistischen Vielfalt beitragen würde.
Das sagte er zumindest im Interview mit der Wochenzeitung “Das Parlament”
Die Piratenpartei erfährt zurzeit einen gewissen Auftrieb, etwa mit der Forderung nach der Abschaffung des Urheberrechts. Die Grünen fordern eine Kulturflatrate, mit der pauschal Urheberrechte im Internet beim Tausch von Musik- und Filmdateien abgegolten werden sollen. Ist das der richtige Weg?
GEMA: Stellungnahme zur ePetition
In meinem kleinen Artikel “GEMA nicht hierhin GEMA dahin” habe ich auf die ePetition zur Überarbeitung der GEMA und deren Gebührenstrukturen hingewiesen. Mittlerweile hat die ePetition erfreulicher Weise schon fast 95000 Mitzeichner.
Hierzu hat nun die GEMA eine Stellungnahme veröffentlicht.
Darin heiß es unter Anderem:
Den Bedürfnissen der Kleinveranstalter kommt die GEMA durch eine Vielzahl von Spezialtarifen und Sondernachlässen auf vielen Ebenen bereits nach.
Aus erster Hand weiß ich, das diese “Spezialtarife” leider wohl noch nicht spezial genug sind. Kleine Veranstalter oder auch kleine Internetradios kämpfen um Ihr Überleben. Unzählige Konzerte und “Minifestivals” mussten auf Grund von GEMA – Gebühren schon abgesagt werden. Dabei sind es gerade Die, welche den unbekannten Künstlern eine Chance geben bekannter zu werden.
GEMA nicht hier hin GEMA da hin…
Gebühren für USB-Sticks? Ja, und zwar an die GEMA unserer Lieblings Verwertungsgesellschaft vor dem Herrn.
Es ist unglaublich wenn man sich das mal vor Augen führt. Dafür das ich !freie! Musik auf einen USB Stick kopiere muss ich nun auch noch Gebühren bezahlen? Und vor Allem, was haben die Künstler die diese freie Musik produzieren davon? Ihr hab’s erraten: gar nichts!
Und wenn ich Musik kaufe? Kleines Szenario: