Der elektrische Reporter über Urheber 2.0

ModifyBereits seit dem Jahre 2003 besitze ich weder Fernseher, TV-Karte noch Radio (klassisch) oder Ähnliches. Das hat viele Vorteile, aber auch hier und da einen kleinen Nachteil. Zum Beispiel kann man mit den Arbeitskollegen nicht über die neuste Zahnpastawerbung reden, oder man weiß nicht, dass Pepsi die neue Geschmacksrichtung „doppelplusgut“ rausgebracht hat. Und manchmal geht einen auch etwas Sinnvolles durch die Lappen, wie der „elektrische Reporter“. Dieser berichtet in seinem gut recherchierten Beitrag „Urheber 2.0: Was tun, wenn keiner kauft?“ auch für Netzneulinge verständlich, um was es bei der Creative Commons geht, warum sich die Musikindustrie so sehr gegen eine Kulturflatrate sträubt sowie einige andere interessante Dinge!

Kernelemente:
Der größte Feind der Künstler ist die Unbekanntheit. Und gerade die bhösen Raubmordkopierer tragen viel dazu bei, diesen wirklich mächtigen Feind effizient zu bekämpfen. Vielleicht nennen „sie“ mich Idealist, aber es funktioniert. Und mit dem Creative Commons Lizenzmodell haben die Künstler die Möglichkeit zu bestimmen, wer ihre Werke für was nutzen darf, ohne dass der Gesetzgeber oder Plattenfirmen ihnen das vorschreiben.

Die Musikindustrie ist natürlich der Meinung, dass kein ausführender Künstler dieses Lizenzmodell einsetzt. Aktuelle Pie ChartStatistiken beweisen aber eindrucksvoll das Gegenteil.

Wusstet ihr übrigens, dass der deutsche Dichter Friedrich Gottfried Klopstock schon 1774 einen Vertriebsweg ohne Verleger als Mittelmänner haben wollte? Ihm fehlte lediglich das Internet.

Auch die Kulturflatrate wird angesprochen und das Modell etwas näher erläutert:

Kollektives lizensieren ist ein erprobtes Modell und es funktioniert. Der einzige Grund warum die Rechteinhaber es nicht einführen wollen, solange man sie nicht zwingt: Ihre Kontrolle über die Preise würde stark eingeschränkt werden. Man muss sich auf einen verträglichen Preis einigen, der für alle Werke gilt.

Die Musikindustrie hat an Allem Interesse, nur nicht daran, dass die kreativen Geld bekommen. Sie möchten am liebsten 100% des Topfes. Und das ist natürlich bei einer Kulturflatrate nicht so einfach machbar.

Kurz zusammengefasst: (teils sinnlose) Zwischenhändler fallen weg. Und davor haben selbige natürlich Angst. Mit Händen und Füßen ringend versuchen sie ihre sinnlose Existenz zu rechtfertigen und zu erhalten. Unter Anderem mit Kommentaren wie diesen:

Das ist die Kapitulation hin zu einem endlosen Datenmeer und weg von der Tatsache, dass die Idee des Einzelnen, die wichtig ist, die er jetzt verwerten will, nicht mehr verwertbar ist.

(Versteht jemand den Sinn? Für mich hört sich die Aussage mal wieder nach „Woher soll ich wissen was ich denke bevor ich höre was ich sage?“ an.)

Offen bleibt die Frage wie das Downloadverhalten der Benutzer überwacht werden soll, d.h. anhand welcher Statistik die eingesammelten Gelder einer Kulturflatrate wieder ausgeschüttet werden. Erste Modelle bieten hier Seiten wie Lastfm oder Jamendo, welche ausführliche Downloadstatistiken anbieten. Nur sind hier noch bei Weitem nicht alle Künstler erfasst. Und es soll ja auch niemand auf der Strecke bleiben. Es liegt auf jeden Fall noch viel Arbeit bis zur Kulturflatrate vor uns, aber der richtige Weg wird langsam aber sicher eingeschlagen.

Patrick


Elektrischer Reporter – Urheber 2.0: Was tun, wenn keiner kauft?

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Creative Commons License
Der elektrische Reporter über Urheber 2.0 von Patrick Hofmann steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Lizenz. Externe Medien unterliegen der Lizenz des Urhebers.

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