Hans-Joachim Otto: Kulturflatrate = Sozialismus im Internet

Der Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien des Bundestages ist der Meinung das Die Stärkung des Individuellen Urheberrechts sowie die Reform Der Medien und Kommunikationspolitik Deutschland wettbewerbsfähig machen, und zur publizistischen Vielfalt beitragen würde.
Das sagte er zumindest im Interview mit der Wochenzeitung “Das Parlament”

Die Piratenpartei erfährt zurzeit einen gewissen Auftrieb, etwa mit der Forderung nach der Abschaffung des Urheberrechts. Die Grünen fordern eine Kulturflatrate, mit der pauschal Urheberrechte im Internet beim Tausch von Musik- und Filmdateien abgegolten werden sollen. Ist das der richtige Weg?

Klar ist, dass man geistiges Eigentum genauso schützen muss wie materielles Eigentum. Sonst wird es in Zukunft weniger kulturelle Vielfalt geben. Eine Kulturflatrate aber ist im Grunde nichts anderes als eine Entmachtung von Kreativen, denn sie müssten allen Nutzungen im Internet pauschal zustimmen. Meiner Meinung nach ist das Sozialismus im Internet. Wir müssen dagegen das individuelle Urheberrecht stärken.

Nun, sehr geehrter Hans-Joachim Otto,
Sie haben teilweise Recht. Eine Reform ist zwingend notwendig, aber wahrscheinlich nicht so, wie Sie es fordern.
Seit wann fördern Restriktionen (Verbote) bitte die publizistische Vielfalt? Man sehe sich nur die neuen geplanten “Regeln” zum “Zitieren” an[...]

Gerne gebe ich auch hier erneut, wie schon viele 1000 Internetnutzer vor mir, zwei Vorschläge für Reformen ab:

  • Kulturflatrate einführen. In Zeiten wo die Vervielfältigung eines Werkes quasi “nichts” mehr kostet, muss ein neues, gerechtes Modell für Verbraucher und Künstler geschaffen werden.
  • Reform der GEMA/GVL. Durch zu hohe Gebühren müssen Festivals abgesagt werden, Internetradios müssen schließen[...]. Dadurch wird vielen unbekannten Künstlern die Chance genommen bekannt zu werden, oder Gigs zu spielen.
    Selbst wenn ihre eigene (bei einem Festival) gespielte Musik vielleicht unter der Creative Commons Lizenz steht.

Quelle & ganze Pressemitteilung

http://www.bundestag.de/aktuell/archiv/2009/25158719_kw29_otto/

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